Leistungen

Die Aufgaben des spezialisierten Neurologen im Kleintierbereich sind Abklärung und Therapie von neurologischen Problemstellungen, wie zum Beispiel Epilepsie und Bandscheibenerkrankungen bei Hund und Katze.

Klinisch neurologischer Untersuchungsgang

Der klinisch neurologische Untersuchungsgang ist unerlässlich, um zunächst einmal zu klären, ob ein neurologisches – und nicht beispielsweise ein orthopädisches oder metabolisches - Problem vorliegt.

Bei Bestätigung einer neurologischen Erkrankung dient die klinisch neurologische Untersuchung darüber hinaus der Lokalisation der Läsion. D.h., es soll festgestellt werden, ob sich das Problem im peripheren oder zentralen Nervensystem befindet. Und wenn es eine Erkrankung des zentralen Nervensystems ist, kann weiterhin unterschieden werden, ob die Läsion im Gehirn oder im Rückenmark liegt. Eine Bestimmung des betroffenen Rückenmarkssegments oder Gehirnabschnitts ist darüber hinaus ebenfalls möglich.

Dies ist für die weitere Diagnostik überaus wichtig, da anhand des Ergebnisses der klinisch neurologischen Untersuchung die weiterführenden Untersuchungsmethoden ausgewählt werden. Bei einer Lokalisation der Läsion auf die Halswirbelsäule wäre z.B. eine Kernspintomographie zu empfehlen.
Im Gegensatz dazu würde man bei einer vermutenden Läsion im Bereich peripherer Nerven zur Elektrodiagnostik und Nerv-Muskelbiopsie raten.
Nach einer Lokalisation der Läsion kann also über einen sinnvollen Einsatz weiterer diagnostischer Möglichkeiten entschieden werden, die da beispielsweise wären:

Funktionelle Verfahren

Elektrodiagnostik: Elektromyographie, Nervleitgeschwindigkeiten, Audiometrie (Hörtests) in der Praxis und für die Untersuchung vor Ort, hierzu gehören auch Hörtests für Zuchtuntersuchungen, sog. BAEP (Brainstem Auditory Evoked Potentials = evozierte Hirnstammpotentiale), die zunehmend bei Hund und Katze von den Zuchtverbänden verlangt werden


Bildgebende Verfahren

Röntgen, Kontrastmittelaufnahmen, Ultraschall in der Praxis

Seit März 2016 ist es uns nun möglich, in der Tierarztpraxis Vetacare von Dr. Philipp Winkels in Erftstadt selbsttätig Kernspintomographien (Magnetresonanztomographie MRT) durchzuführen.


Labor

Im praxiseigenen Labor ist die Untersuchung der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) unmittelbar nach Punktion möglich. Dies ist besonders wichtig, da Zellen im Liquor außerhalb des Körpers nicht stabil sind und daher Zellzählungen nach Versand falsch niedrige Werte ergeben können.


Seminare, Fortbildungen

Im Seminarraum der Praxis werden regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen für praktische Tierärzte durchgeführt.

Rücküberweisungen

Die Praxis fungiert als Überweisungspraxis. Natürlich werden auch nicht überwiesene Patienten genauso engagiert betreut. Selbstverständlich werden nur die Problemstellungen der Patienten abgeklärt , für die sie überwiesen werden und zu jedem Patienten wird eine ausführliche Rücküberweisung verfasst.